Praxis Dr. med. Julia Spenner

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TCM – Traditionelle Chinesische Medizin

Was ist TCM ?

Die Grundprinzipien der TCM sind YIN und YANG, aus denen sich die 5 Handlungsphasen (auch 5 Elemente genannt) ableiten. Diese Begriffe sind nicht nur als philosophisches Konzept zu verstehen, sondern sie sind technische Begriffe, mit denen die Regulation sämtlicher Körperfunktionen beschrieben werden können. Die im Westen bekannteste Therapieform ist die Akupunktur. Für eine integrative Schmerztherapie ist aber auch vor allem die TCM (-Kräuter) Arzneitherapie von großer Bedeutung.​

Der Erfolg der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) beruht auf über 3000 Jahre altem Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde und im wahrsten Sinne des Wortes schon Millionen von Menschen geholfen hat.

Im Gegensatz zur Schulmedizin wird in der TCM nicht isoliert ein einzelnes Symptom oder Organ betrachtet, sondern der kranke Mensch in seiner Gesamtheit. Einen sehr hohen Stellenwert haben dabei das vegetative Nervensystem, individuelle Befindlichkeitsstörungen und psychosoziale Belastungsfaktoren des einzelnen Patienten.

TCM-Diagnose

Krankheiten werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin anders diagnostiziert. Während die Schulmedizin bei der Diagnostik von Krankheiten stets einzelne Organe und Systeme untersucht, schaut die TCM auf die Funktionen des gesamten Körpers.

Da alles miteinander verbunden ist, wird auch eine „ganzheitliche Diagnose“ gestellt. Durch die völlig andere Sichtweise kann auch bei Patienten eine Diagnose gestellt werden, bei denen die Schulmedizin mit ihren Methoden keinen krankhaften Befund feststellen kann.

Folgende TCM Diagnoseverfahren kommen in meiner Sprechstunde zum Einsatz:

Anamnese-Gespräch

Die gründliche Anamnese hat einen sehr hohen Stellenwert, auch scheinbare Nebensächlichkeiten können wegweisend für die Diagnose sein. Als Leitlinie dienen die sogenannten 10 klassischen Fragen der TCM.

Pulsdiagnostik

Der Puls wird an mehreren definierten Stellen in verschiedener Tiefe an beiden Handgelenken getastet. Auch hierdurch werden Informationen über Veränderungen der einzelnen Organsysteme des Körpers gesammelt.

Zungendiagnostik

Die Zunge ist ein sogenanntes Mikrosystem, d.h. die verschiedenen Organsysteme des Körpers sind mit bestimmten Bereichen der Zunge verbunden. Störungen werden als Veränderung der Struktur, Durchblutung, Belag, etc. direkt sichtbar.

 

Antlitzdiagnostik

Auch das Gesicht ist ein Mikrosystem. Veränderungen von Durchblutung oder Hautbeschaffenheit in den verschiedenen Zonen geben Hinweise über Veränderungen im Inneren des Körpers.

 

Funktionelle Leitbahndiagnostik

Blockaden, Ungleichgewichte, etc. können zum Teil direkt auf der Körperoberfläche ertastet werden. Die gezielte Untersuchung der sogenannten Leitbahnen (auch Meridiane genannt) spielt besonders in der Schmerztherapie eine entscheidende Rolle. Der gesamte Körper eines Menschen ist miteinander verbunden und die Ursachen von Krankheiten entstehen nicht immer dort, wo es am Ende weh tut.

Therapiesäulen der TCM

Akupunktur
Sehr dünne, sterile Einmalnadeln werden in genau festgelegte Punkte an der Körperoberfläche eingestochen. Über dadurch ausgelöste Reflexmuster kommt es zur gewünschten Veränderung der gestörten Körperfunktion (z.B. Entspannung von verkrampfter Muskulatur, Verbesserung der Durchblutung, Ausschüttung von schmerzlindernden Botenstoffen).

Chinesische Arznei-/Kräutertherapie

Neben der Akupunktur ist dies die wichtigste Säule der Therapie. Im Gegensatz zu den anderen Verfahren wirkt diese Therapieform nicht von außen, sondern direkt im Inneren des Körpers. Die Wirkungen sind dadurch deutlich stärker und halten wesentlich länger an. Daher ist diese Therapieform vor allem bei chronischen und schweren Erkrankungen unverzichtbar.

TCM-Medikamente bestehen vorwiegend aus Pflanzen, Pilzen und Muschelkalk. Sie werden meistens in Form von sogenannten Dekokten (=Abkochungen, Heiltees) eingenommen.

Die Zusammenarbeit mit zertifizierten deutschen TCM-Apotheken, gewährleistet höchste Produktqualität. Neben Sicherstellung der korrekten Identität der eingesetzten Arzneidrogen werden alle Substanzen auf Belastung mit Schwermetallen oder Aflatoxinen durch Schimmelbildung sowie auf Rückstände an Pestiziden geprüft.

Quaddeln / Neuraltherapie
Auch das Unterspritzen von Triggerpunkten, Akupunkturpunkten oder Narben wird in meiner Sprechstunde bei einigen Schmerzerkrankungen durchgeführt. Hierbei kommen sowohl schulmedizinische als auch homöopathische Medikamente zum Einsatz.

5-Elemente-Ernährung
Die Ernährung hat in der Chinesischen Medizin einen wichtigen Stellenwert. Den meisten ist klar, dass ein mit minderwertigem Benzin betanktes Auto kaputtgeht. Unser Körper aber kann eine falsche Ernährung lange Zeit kompensieren, bevor sich das bemerkbar macht. Es ist jedoch nie zu spät, ungünstige Ernährungsgewohnheiten umzustellen.

Neben allgemein gültigen Ratschlägen zur gesunden Ernährung gibt es für jeden Patienten spezielle Empfehlungen je nach Konstitution und Erkrankung.

Moxibustion

Die Akupunkturpunkte werden mit Beifuß erwärmt. Über spezielle Nervenverschaltungen kommt es reflexartig zur Erwärmung bestimmter Areale im Inneren des Körpers. Diese Therapieform kommt vor allem bei manchen chronischen Gelenkerkrankungen zum Einsatz.

Schröpfen
Mit Hilfe von Glaskugeln wird ein Vakuum auf bestimmten Zonen der Körperoberfläche erzeugt. Dadurch wird zum einen das darunter liegende Gewebe besser durchblutet und zum anderen kann das vegetative Nervensystem reguliert werden. Entgiftungsprozesse werden gefördert.

Kinesiotaping / Akutaping
Bei manchen Schmerzzuständen kann das Kleben eines Tapes entlang der Akupunktur-Leitbahnen eine sinnvolle Ergänzung sein. Die Klebestreifen sind wirkstofffrei und wirken allein durch die Änderung des Spannungszustandes bei Ihren normalen Körperbewegungen. Dadurch werden Durchblutung und Lymphfluss angeregt – aus Sicht der TCM wird der Qi-Fluss verbessert. In meiner Sprechstunde werden stets hochwertige, hautverträgliche Tapes verwendet.

Schulmedizin
Entsprechend Ihrer Diagnose unter schulmedizinischen und TCM Gesichtspunkten werden bereits eingenommene Medikamente in der Therapieplanung berücksichtigt. Wenn möglich werden diese im Verlauf der Therapie in ihrer Dosis angepasst, ausgeschlichen, abgesetzt oder, wenn notwendig, auch neu verordnet.

Wann kann TCM helfen?

Viele Beschwerden, bei denen die westliche Schulmedizin mit ihren Methoden keine eindeutige Diagnose stellen kann, bzw. nur unbefriedigende Therapieoptionen bietet, können mit Hilfe der TCM mit sehr gutem Erfolg behandelt werden. Häufig kann auch der Zusammenhang einzelner Symptome, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, erklärt werden.

Durch die Kombination von verschiedenen Diagnostik- und Therapieverfahren ist die Behandlung vieler akuter und chronischer Krankheitsbilder möglich. Hier einige Beispiele:

Schmerzerkrankungen
Kopfschmerzen, Migräne, neuropathische Schmerzen, Rückenschmerzen, Fibromyalgie, Knieschmerzen, Hüftschmerzen, Kiefergelenkbeschwerden, Arthrose, Rheuma, Sportverletzungen, Tennisellenbogen… und (auch untypische) Schmerzerkrankungen aller Art. Besonders bewährt hat sich die Kombination aus Schulmedizin und Traditioneller Chinesischer Medizin im Sinne einer integrativen Schmerztherapie.

Neurologie
Schwindel, Polyneuropathie, Multiple Sklerose, Paresen, Nervenentzündungen, Restless legs, Panikattacken, Konzentrationsstörungen.

Magen-Darm-Trakt
Gastritis, Reizdarm, Reizgalle, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Verstopfung, Übelkeit.

Hauterkrankung
Neurodermitis, Psoriasis, Ekzeme, Allergien, Akne, Urtikaria, trockene Haut, Haarausfall, Wundheilungsstörungen, Rosazea

Gynäkologie
Zyklusstörungen, Menstruationsstörungen, Beschwerden in den Wechseljahren, Zysten, Myome, PCO-Syndrom, unerfüllter Kinderwunsch, Endometriose, wiederkehrende Pilzinfektionen, Schwangerschaftserbrechen, Geburtsvorbereitung.

Urologie
Harnwegsinfekte, Prostatitis, Reizblase, unerfüllter Kinderwunsch des Mannes.

Vegetative Beschwerden / Funktionelle Störungen
Schlafstörungen, innere Unruhe, funktionelles Herzklopfen, Erschöpfung, Burnout, Übergewicht, Süßigkeiten-Abhängigkeit. Chronische Müdigkeit, Schwitzen.

Atemwege
Chronische Sinusitis, Heuschnupfen, Infektanfälligkeit, Atembeklemmung, Asthma, chronische Bronchitis. Pfeiffersches Drüsenfieber.

Krebserkrankungen
als Ergänzung zur Schulmedizin.

 

… und bei vielen anderen Erkrankungen.

TCM-Behandlungsmethoden

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